Winterlager 2020

Wie immer, eigentlich dachte ich ich es sind nur Kleinigkeiten. Dann dauert es doch Wochen, bis das Boot fertig wurde. Hinterher war ich aber sehr froh, dass alles erledigt war.

In den letzten Jahren platzte in der Bilge immer wieder etwas von der alten Farbe ab. Wie sich später herausstellte, waren es insgesamt drei Farbschichten, die sich auf dem Holz befanden. Neben der originalen Bleimennige und der darüber liegenden roten Farbe hatte einer der Vorbesitzer noch eine einfache grau Farbe gemalt. Diese hatte kaum Halt und löste sich. Die Reste sammelten sich dann gerne in den Speigatten der Bodenwrangen und verhinderten einen sauberen Fluss von eingedrungenem Wasser. Das Trockenhalten der Bilge war dadurch sehr schwer. Bewaffnet mit Abzieher und Heißluftfön war das Entfernen zwischen den Wrangen und Spanten eine langwierige Fummelarbeit. Aber es hat sich gelohnt, der Blick aufs Holz ist wieder frei. Jetzt lassen sich etwaige Schwachstellen zeitig erkennen. Mit einem Schutz vor Fäule und Wasser versehen kann die Bilge nun so bleiben. Gleichzeitg wurden dann gleich auch alle Leisten und festen Bretter im Bodenbereich ausgebessert und neu lackiert.

Neben dem jährlichen Über- und Unterwasseranstrich haben auch die Zierleiste an Deck und die Fußleiste einen neuen Anstrich erhalten. Die Scheuerleiste wurde ja durch eine Teakleiste ersetzt und ist seit dem sehr pflegeleicht. Der Mast erstrahlt ebenfalls in neuem Glanz. Dies betrifft in besonderem Maße auch den Baum. Dieser war schon immer krumm wie eine Banane. Sowohl in horizontaler als auch vertikaler Richtung. Beim Segeln merkte man dies deutlich. Da der Baum noch weitere Macken hatte, lohnte eine neuerliche Reparatur nicht mehr wirklich. Kurzerhand gab es dann direkt einen neuen Baum. Den Unterschied sieht man deutlich…

Nachdem alle Arbeiten fertig wurden, konnte Flyt wieder in die Oste gesetzt werden. Die letzten Tage mit trockenem Ostwind haben an einigen Stellen die Planken etwas auseinander gehen lassen. Somit wurde die halbstündige Fahrt von der Sliprampe zum Steg nicht langweilig und musste durch regelmäßiges Pumpen begleitet werden.

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